Beiträge für das Schlagwort "Vernichtung von Arbeitsplätzen"

Bild von Marion H.

Was verbindet Marion H. mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Im November 1989 war ich gerade von einem Besuch ("durfte zum 60. Geburtstag meiner Tante, weil ich nicht adoptiert war - spannende Geschichte!") aus der BRD zurückgekehrt. Ich hatte Angst, da es zu einer Schießerei oder sogar Krieg kommt und machte mir auch große Sorgen um meine Tante (musste in die BRD fliehen wegen der Stasi und die alten Ängste waren bei ihr wieder hoch gekommen). Ich hatte aber auch in der kurzen Zeit meines seit 1957 wieder ersten Besuches in der BRD aber auch hinter die "Kulissen" geschaut und ahnte, dass es nicht leicht werden würde. Es wurden damals eklatante Fehler gemacht: Die Würde der Menschen im Osten wurde besonders von den Politikern missachtet und wir wurden manchmal sogar verhöhnt. Hier nur ein Beispiel: "Die sollen erst einmal arbeiten lernen"... Auch die so genannten "Berater" waren doch meist nur 5. Garnitur und haben gewollt oder bewusst (?) Betriebe zerstört, Arbeitsplätze vernichtet. Fakt ist, was einmal zerstört ist schwierig wieder aufzubauen. Auch für meine Familie war es sehr schwer, aber ich habe allen Mut gemacht mit den Worten: "Es sind keine Bomben gefallen, wir haben noch ein Dach über dem Kopf, einen Kopf zum Denken und Hände zum Arbeiten! Ich war schon einmal zu DDR-Zeiten arbeitslos geworden(Stasi), hatte dann aber eine niedrigere Arbeit gefunden aber die neue Arbeitslosigkeit in die ich von einer "Wendehälsin" geschickt wurde, war viel bitterer. Aber ich machte meinem Mann und den Kindern Mut und trotz schwerer Erkrankung machte ich noch in einem Jahr meinen 2. Ingenieur, hatte ein Praktikum in der BRD und wir fanden dort viele Freunde. Zu einigen haben wir noch heute Kontakt und deren Sorgen für uns alle haben sich leider bewahrheitet: Der Zusammenhalt wurde unter den Menschen zerstört, weil es keine sozialen Kapitalismus geben kann.

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