Beiträge für das Schlagwort "Medien"

Wann ist für besserwessi die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?
Ich haben nicht das Gefühl, dass eine Vollendung der Einheit zeitnah passieren kann. Ähnlich wie bei mir sitzen Frust, teilweise vielleicht auch (hier und da bestätigte) Vorurteile, bei zu vielen Menschen fest. Die Erinnerung an "die guten alten Zeiten" sitzt fest. Ich denke, dass die Einheit in den Köpfen der Menschen erst dann wirklich vollendet werden kann, wenn alle diejenigen, die vor der Wende bereits bewusst gelebt haben, verstorben sind. So hart es auch klingt.... Ich bin auch einer dieser Generation, die Ihre tief gelebte Meinung nur in Einzelfällen und nur geringfügig verändern können und wollen. Politisch und Wirtschaftlich sind wir im Prinzip relativ weit, wenn nicht sogar schon fertig! Die oft festgefahrenen und negativen Meinungen (meine eingeschlossen) in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger ist teilweise schlimm genug, da muss die Politik nicht noch mitrudern. Wir sollten den Soli gegen eine generelle Mehrbelastung aller Bürger eintauschen, wenn denn noch so viel investiert werden muß. Der Name allein bringt schon Frust, Diskussion und Mißgunst. So kann der Konflikt nicht beigelegt werden. Wir müssen aufhören die Unterschiede herauszukristallisieren. Bayern und Hessen vergleicht auch niemand! DAS ist die politische Aufgabe, DANN kann auch eine Vollendung der Maßnahmen erreicht werden. Solange Medien und Politik dieses Thema aufgreifen, wird es nicht vollendet sein; wenn hingegen auf diesen Ebenen Ruhe einkehrt, dann kann das ganz schnell gehen.....

Wie erlebt generation88 momentan die deutsche Einheit?
Faktisch ist Deutschland "geeint". Meiner Meinung nach sollte Einheit aber nicht nur auf der Landkarte zu sehen, sondern auch in den Köpfen der Deutschen vorhanden sein. In dieser Hinsicht ist Deutschland noch weit von einer Einheit entfernt.
Von älteren Generationen erfährt die Jugend, wie es sich im geteilten Deutschland lebte, nimmt aber auch die subjektiven Erfahrungen wie z. B. Ossi-Witze mit. Durch die Medien bekommt man den Eindruck, in den neuen Bundesländern seien alle Städte heruntergekommen, die Löhne niedriger und die Ausgaben höher. Niemand aus meinem Abitur-Jahrgang ist zum Studium oder für die Ausbildung in die neuen Bundesländer gezogen, weil einfach kein Anreiz da ist.
Ein neuerer Aspekt ist wieder ein Schritt in Richtung eines geteilten Deutschland: die Darstellung Bayerns - ich bin schon mehrmals bei Menschen verschiedenster Generationen auf Witze über Bayern gestoßen, z. B. dass es einen Sonderstatus habe und bald einen eigenen Staat unabhängig von Deutschland gründen wolle; aus eigener Erfahrung habe ich erlebt, wie sich die Bayern (alle, die ich getroffen habe) allein schon durch die Sprache abgrenzen, indem sie schlichtweg Hochdeutsch verweigern und so diejenigen ausschließen, die ihren Dialekt nicht verstehen.
Insgesamt sind wir noch lange nicht bei einer deutschen Einheit. Womöglich ist die Abgrenzung Bayern sogar ein Rückschritt zu einem geteilten Deutschland.
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