Beiträge für das Schlagwort "Grenze"

Bild von Teurobold

Was verbindet Teurobold mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Mich verbindet mit dem Jahr 1989 die Hoffnung, dass es gelingen würde, viele Dinge in der DDR zu verändern und eine sozial gerechte Gesellschaft zu entwickeln, die allen Menschen Möglichkeiten der freien Entfaltung bietet. Die Öffnung der Grenze war letztendlich die Beseitigung eines historischen Anachronismus, der als Ergebnis eines verbrecherischen Krieges und des shizophrenen Machtgerangels in einem Kalten Krieg entstanden war. Allerdings ist mir die Art und Weise bis heute ein gewisses Geheimnis und ich hätte mir gewünscht, dass die folgenden Prozesse mehr Chancengleichheit geboten hätten.

Bild von EuleMünster

Was verbindet EuleMünster mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Für mich hat sich meine Heimat vergrößert. Ich wohnte damals in Südniedersachsen, an der Grenze zur DDR.
Ich habe viele Erinnerungen, da ich z. d. Zeit in einer Kommunalverwaltung gearbeitet habe und durch die Auszahlung von Begrüßungsgeld mitten drin war.

Bild von generation88

Wann ist für generation88 die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?

Ich denke, die deutsche Einheit ist erst dann vollendet, wenn es eine Generation gibt, die ihren Köpfen kein aktuell geteiltes Deutschland kennt - sie macht keinen Unterschied zwischen "Wessi" und "Ossi", zieht fürs Studium oder die Ausbildung in die neuen Bundesländer, etc.
Dafür muss sich noch eine Menge tun. Einmal muss sich die Präsentation der neuen Bundesländern stark verbessern. Dann muss Deutschland in allen Bereichen gleich sein, überall sollten gleiche Bedingungen herrschen, sodass keine Grenzen mehr zu spüren sind. Für diese Aufgaben benötigt es noch viel Zeit, viel Arbeit und auch viel Geld.
Vielleicht muss für einen Wechsel der Mentalitäten, um es sehr drastisch zu sagen, die Generation der Zeitzeugen verstorben sein, damit deren Meinungen nicht mehr das Bild von Ost/West oder aber Süd/Nord beeinflussen.

Bild von Barbarossa

Was verbindet Barbarossa mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Für mich war das einer der Tage, die man im Leben nie vergißt. Ich war damals 22 Jahre alt und hatte Nachtschicht und so habe ich alles live miterlebt. Bevor ich zur Arbeit ging, habe ich zuerst im ZDF die Heute-Nachrichten gesehen und anschließend im Osten die "Aktuelle Kamera" (das habe ich in der Wendezeit täglich gemacht). Dort habe ich auch die legendäre Pressekonferenz gesehen, in der Günter Schabowski das neue Ausreisegesetz vorlas. Ich selbst habe es zu diesem Zeitpunkt zwar zur Kenntnis genommen, habe es aber zu diesem Zeitpunkt nicht auf mich selbst bezogen - ich dachte zunächst, daß damit diejenigen gemeint waren, die teilweise seit Jahren einen Ausreiseantrag zu laufen hatten. Für diese Leute freute ich mich zu dem Zeitpunkt. Ich ging dann zur Arbeit. Als ich mit der Arbeit fast fertig war - kurz nach Mitternacht - kam ein älterer Kollege angelaufen und meinte: "Du, ich hör gerade Radio - die rennen alle auf dem Ku´damm rum!" Völlig fassungslos und ungläubig ging ich mit und wir hörten die restliche Nacht Radio. Als ich nach Hause kam, wußten natürlich auch meine Eltern schon davon. ich ging erst mal ein paar Stunden schlafen und meine Mutter besorgte die Visa für uns alle. Mein Onkel - der Bruder meiner Mutter - wohnte seit 1986 in Westberlin (er ist gegangen worden), ihn besuchten wir und ich blieb das ganze Wochenende dort (der 10. 11. ´89 war ein Freitag). Er zeigte mir vieles in Westberlin, was ich sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Die Emotionen die wir alle hatten, kann man eigentlich kaum beschreiben, man muß ja dabei berücksichtigen, daß wir bis dahin damit nicht gerechnet hatten und dachten, daß wir erst als Rentner in den Westen kommen würden. Selbst das neue, erst kurz davor erlassene Reisegesetz, brachte kaum Verbesserungen. So lief ich durch Westberlin teils immernoch fassungslos, neugierig, glücklich, aber einmal auch verärgert über eine Frau mittleren Alters, die sich bereits am 10. 11. 89 über die vollen S-Bahnen aufregte und meinte, sie hoffe, die Mauer wird bald wieder zu gemacht (typische "Insulaner-Mentalität" - scheint es bis heute dort zu geben, waren aber längst nicht alle so). In den folgenden Monaten fuhr ich noch oft nach Westberlin, Ausweis und Reisepaß waren nachher voll mit Visa. Überhaupt war die Wendezeit für mich eine der schönsten, interessantesten, ja, spannensten Zeiten in meinem Leben, in der ich auch politisch aktiv wurde und im Februar 1990 in den "Demokratischen Aufbruch" eintrat. Ängste meinerseits ? Null. Eine gewisse Unsicherheit war schon vorhanden, das weiß ich noch. Eine Frage geisterte immer herum: Bleibt die Grenze jetzt offen oder haben "Die" (die SED-Regierung) das nur gemacht, um die Menschen mal kurz den Westen anschauen zu lassen um sie dann wieder zu schließen. Ich habe jedoch immer die Meinung vertreten, daß die Grenze offen bleibt und hab immer gesagt - dann gibts doch gleich wieder Demos ohne Ende, wir sind doch gut drauf - wußte aber auch nicht so recht, warum "sie" diese bestgesicherteste Grenze der Welt, an der man noch kurz davor erschossen werden konnte nun plötzlich offen steht. Niemand traute "denen" so recht. Wie sich einige Zeit später herausstellte, war das Mißtrauen auch berechtigt, denn diese "Maueröffnung" war so gar nicht geplant gewesen, es war "nur" ein Mißverständnis innerhalb des Politbüros.

Bild von Moderation Riedel

Deutsche Wiedervereinigung am Brandenburger Tor

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Beschreibung: 
Nach der Friedlichen Revolution war ursprünglich der Tag des Mauerfalls – der 9. November – als Nationalfeiertag im Gespräch. Wegen der Datumsgleichheit mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 sowie der Reichspogromnacht von 1938 erschien dieses Datum jedoch ungeeignet. Deshalb wurde der 3. Oktober ausgewählt, der Tag, an dem die deutsche Einheit vollzogen wurde. Dies ist in Artikel 2 des Einigungsvertrages festgelegt, wodurch der Tag der Deutschen Einheit der einzige gesetzliche Feiertag der Bundesrepublik Deutschland ist, der durch Bundesrecht festgelegt ist. Alle anderen Feiertage sind Ländersache.
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