Was verbindet Meinhard Schröder mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Natürlich Freude. Als ehemaliger Flüchtling jubelte ich über das absehbare Ende des DDR-Regimes. Allerdings war für mich der entscheidende Tag gewesen, als in Leipzig 70.000 auf die Straße gingen trotz der unverhüllten Drohungen, dass geschossen werden würde. Danach ließ sich das Rad nicht mehr zurückdrehen. Ab diesem Tag zerbröselte für mich das sowjetische Imperium, ein Weltreich, vor meinen Augen - Rom hatte Jahrhunderte gebraucht, hier lief es in Tagen ab. Und endlich konnten unsere Freunde aus Ostberlin uns im Westen besuchen. Sie hatten deshalb auf ihren Renteneintritt gehofft (mit rund 40 Jahren!). - Und noch einmal ganz persönlich: endlich die Umgebung der Stadt erkunden können! Die Felder von Stolpe. Den Wald von Marwitz. Was verbirgt sich hinter der Mauer am Hubertussee? Überhaupt: Brandenburg entdecken, wann ich Lust und Zeit habe. Und nicht nur ganz selten häppchenweise bei einem Ausflug mit Ostberliner Freunden. Dabei stellte sich keine Vernetzung der Landschaft im Kopf her. Es waren nur Vorstöße. Das galt nicht nur in Bezug auf die Landschaft, sondern auch kulturell und geschichtlich.
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