Wie erlebt casa66 momentan die deutsche Einheit?

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Auch ich habe mich für die Menschen gefreut als die Mauer fiel und der Spuk des Kommunismus beendet zu sein schien. Aber schon damals war es eigentlich klar, dass die Aussage Helmut Kohl's, es würde vielen besser aber keinem schlechter gehen, Wunschtraum sein würde. Wo stehen wir heute: - Nachdem nun viele Jahre Milliarden in die neuen Bundesländer geflossen sind, ein Ende ist nicht in Sicht, liegt die Infrastruktur im Westen am Boden. Für dringende Sanierungen ist kein Geld dar, die Strassen verkommen mehr und mehr zu Schlaglochpisten, öffentliche Einrichtungen sind marode oder müssen aus Geldmangel geschlossen werden. - Die Sozialsysteme sind am Ende, mussten sie doch jetzt für Millionen Menschen zusätzlich aufkommen, die keinen eigenen Beitrag geleistet hatten. Sicherlich nicht die Schuld dieser Menschen, letztlich aber Fakt. Der Zeitraum für die auch im Westen notwendigen Reformen wurde so um sicherlich 10 bis 15 Jahre verkürzt. - Die Sozialsysteme werden für eine nicht nachvollziehbare Umverteilung benutzt. Wenn man den Veröffentlichungen in seriösen Medien glauben darf, so bekommet der durchschnittliche Rentner in den neuen Bundesländern eine höhere Rente als der im Westen. Angeblich wegen der längeren Lebensarbeitszeit. Es tut mir leid, aber wenn man den wirtschaftlichen Zustand der DDR bei der Wiedervereinigung zugrunde legt und berücksichtigt, dass hier gar keine oder nur geringe Beiträge zur Rentenversicherung geleistet wurden, ist dies absolut unverständlich und eigentlich eine Ohrfeige für die Menschen im Westen, die durch ihre Arbeitsleistung erst die Voraussetzungen geschaffen hatten, dass diese Wiedervereinigung wirtschaftlich überhaupt denkbar war. Auch sollte man bedenken, dass bis heute die Beitragsbemessungsgrenzen in den neuen Ländern niedriger sind als im Westen, was nichts anderes heisst, dass der Osten weniger zu den Sozialsystemen beiträgt - Der Spuk des Kommunismus hat uns auch wieder eingeholt. Im Osten erhält die SED Nachfolgepartei "Die Linke" (erst PDS, dann Zusammenschluss mit den Kommunisten im Westen) regelmäßig 20-25% bei Wahlen. Man fragt sich doch ob die Menschen gar nichts aus der DDR Vergangenheit gelernt haben. Und nun schwappt dieses, angeführt durch Herrn Lafontaine mit falschen Versprechungen auch in den Westen. Die SPD sieht sich genötigt hierdurch den "Demokratischen Sozialismus" in ihr Grundsatzprogramm aufzunehmen. "Demokratischer Sozialismus", war dieses nicht was die DDR in ihrem Selbstverständnis immer war? Man könnte diese Liste noch lange weiterführen... Was hat die Wiedervereinigung und positives gebracht? - Die Menschen im Osten leben in Freiheit und haben die Chance auf einen Wohlstand, den sie so nie vorher nicht einmal kannten. Und ehrlich gesagt, mehr fällt mir hierzu nicht ein....