Wie erlebt U Pflaumann momentan die deutsche Einheit?

Aufgrund meiner Außendiensttätigkeit in Ost-und West-Bundesländern, sowie durch meine früheren Tätigkeiten im Beitrittsgebiet, sehe ich die Unterschiede zwischen den Bundesländern sehr deutlich. Im Laufe der Zeit hat sich der, zumindest zwischen 1990 und 1998, deutlich spürbare Unterschied zwischen Beitrittsgebiet und Alt-Bundesrepublik verlagert. Heute scheint es so, dass es eher ein Gefälle zwischen Süd- und Nord- /Mittel- Bundesländern gibt. Sowohl was die Lebensqualität, die Innovationsfreude in Verwaltung und Wirtschaft als auch die Lebenseinstellung der Menschen betrifft. Aufgrund der Aufteilung in Bundesländer mit eigenen, wenn auch häufig überflüssigen, Länderparlamenten und Gesetzgebungskompetenzen, wird es eine "Einheit" im Sinne einheitlicher Strukturen, einheitlicher Lebensverhältnisse oder vernunftorientierter einheitlicher Bildungsverhältnisse in Deutschland ohnehin nicht geben können. Daher haben wir aus der Sache wohl das meiste heausgeholt. Es fehlt allerdings noch die ehrliche Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte in beiden deutschen Staaten. Dazu gehört die Darstellung, welche Personen aus dem nationalsozialistischem Staat wieder einflussreiche Positionen im realsozialistischen oder im marktsozialen deutschen Staat bekleidet / bekeidet hat. Wir befinden uns außerdem an einer Stelle, an der ehrlich dargestellt werden muss, dass der "Solidarbeitrag" seit geraumer Zeit nur noch eine "normale" Zusatzsteuer darstellt, mit den Lasten der Einheit aber so gut wie gar nichts mehr zu tun hat. Dies müsste dann bedeuten, dass der "Soli" abgeschafft wird.
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