Das Forschungsprojekt "Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit"

Seitenbereich: 
[site-name]

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat mit Blick auf die bevorstehenden Jubiläen „20 Jahre Friedliche Revolution“  im Jahre 2009 (wesentliche Ereignisse des Jahres 1989 waren u. a. die Montagsdemonstration am 9. Oktober in Leipzig und der  Mauerfall am 9. November in Berlin) sowie „20 Jahre deutsche Einheit“ am 3. Oktober 2010 das Forschungsprojekt „Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit“ in Auftrag gegeben. Das Forschungsprojekt untersucht, wie die deutsche Einheit wahrgenommen und bewertet wird.

 

Der Forschungsansatz geht von der Annahme aus, dass der Prozess der deutschen Einheit einerseits das Ziel einer Angleichung der Lebensverhältnisse in den neuen Ländern an die der alten Länder verfolgt, andererseits aber auch einen gemeinsamen, gesamtdeutschen Wandel als „Zusammen-Wachsen“ notwendig macht. Dazu werden im Einzelnen relevante politische Debatten, wissenschaftliche Diskurse, öffentliche Meinungsumfragen und die Berichterstattung in den Medien ausgewertet, um solche Themen und Bilder zu identifizieren, die die Wahrnehmung des deutschen Vereinigungsprozesses maßgeblich prägen. Es wird speziell auch untersucht, ob und wie sich die erheblichen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen, die erfolgreichen Entwicklungen und Innovationen, aber auch persönliche Umbrucherfahrungen, Veränderungsbereitschaften und Sichtweisen der Menschen in den heute prägenden Wahrnehmungen und Bildern und in der medialen Öffentlichkeit zur deutschen Einheit widerspiegeln.
Der deutschlandweite Online-Dialog soll den Bürgerinnen und Bürgern ergänzend eine Plattform bieten, auf der sie direkt ihre eigenen, persönlichen Wahrnehmungen und Bewertungen zur deutschen Einheit einbringen können und damit die wissenschaftlichen Analysen ergänzen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden im Februar 2009 vorliegen.

 

Das Projekt wird vom Innovationsverbund Ostdeutschlandforschung in Kooperation mit Zebralog durchgeführt. Träger des Forschungsprojektes ist das nexus-Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung in Berlin.