Beiträge: „Lesen Sie ....

persönliche Geschichten zur deutschen Einheit“. Hier finden Sie alle vom 9. Januar bis 9. Februar 09 eingestellten Antworten der Teilnehmenden zu den drei Fragen: Was verbinden Sie mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung? Wie erleben Sie momentan die deutsche Einheit? Wann ist die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?

 

Sie können sich die Beiträge sortiert anzeigen lassen nach:

Eine kommagetrennte Liste von Teilnehmernamen.
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4. Newsletter am 26. August 2009: Ergebnisse zum Forschungsprojekt und Online-Dialog liegen vor

Newsletter: 

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

im Januar und Februar 2009 haben Sie sich am Online-Dialog zur Wahrnehmung und  Bewertung der Deutschen Einheit beteiligt. Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich für Ihr Engagement und ihre Mitwirkung bedanken!

Die im Online-Dialog geäußerten Einstellungen und Gedanken wurden ausgewertet und zusammengefasst. Die Ergebnisse sind Bestandteil des Auswertungsberichtes zum Forschungsprojekt Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Die Kurzfassung des Berichtes können Sie jetzt nachlesen:
www.unsere-deutsche-einheit.de/information

Sie finden dort die Ergebnisse des Online-Dialoges sowie eine inhaltliche Auswertung der Diskurse in den Sozialwissenschaften, in der Politik sowie in den Massenmedien und im Spiegel der Meinungsforschung.

Der Dialog endet jedoch nicht mit dem Bericht, sondern wird in vielen Veranstaltungen, Projekten und Publikationen weitergeführt. Einige Beiträge des Online-Dialoges wurden in Abstimmung mit den Autoren als Zitat in das Schulbuch „20 Jahre Einheit“ des Wochenschau-Verlages aufgenommen.

Weitergehende Informationen über Projekte und Veranstaltungen können Sie unter anderem beim Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: www.bmvbs.de/beauftragter/-,3111/Unsere-deutsche-Einheit.htm oder bei der Bundesstiftung Aufarbeitung: www.stiftung-aufarbeitung.de/20_Jahre erhalten.

Vielen Dank für den Dialog!

Freundliche Grüße,

Daniela Riedel und Franziska Thiele
(Online-Moderation)

Bild von Moderation Thiele

Ergebnisse zum Forschungsprojekt und Online-Dialog liegen vor

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

 

im Januar und Februar 2009 haben Sie sich am Online-Dialog zur Wahrnehmung und Bewertung der Deutschen Einheit beteiligt. Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich für Ihr Engagement und ihre Mitwirkung bedanken!

 

Die im Online-Dialog geäußerten Einstellungen und Gedanken wurden ausgewertet und zusammengefasst. Die Ergebnisse sind Bestandteil des Auswertungsberichtes zum Forschungsprojekt Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

 

Die Kurzfassung des Berichtes können Sie jetzt nachlesen:
www.unsere-deutsche-einheit.de/information

 

Sie finden dort die Ergebnisse des Online-Dialoges sowie eine inhaltliche Auswertung der Diskurse in den Sozialwissenschaften, in der Politik sowie in den Massenmedien und im Spiegel der Meinungsforschung.

 

Der Dialog endet jedoch nicht mit dem Bericht, sondern wird in vielen Veranstaltungen, Projekten und Publikationen weitergeführt. Einige Beiträge des Online-Dialoges wurden in Abstimmung mit den Autoren als Zitat in das Schulbuch „20 Jahre Einheit“ des Wochenschau-Verlages aufgenommen.

 

Weitergehende Informationen über Projekte und Veranstaltungen können Sie unter anderem beim Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung oder bei der Bundesstiftung Aufarbeitung erhalten.

 

Vielen Dank für den Dialog!

Freundliche Grüße,

Daniela Riedel und Franziska Thiele
(Online-Moderation)

Ergebnisse des Forschungsprojektes und Online-Dialoges

Seitenbereich: 
Ergebnisse des Online-Dialoges als Tagwolke

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit“ untersuchte das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS), wie die deutsche Einheit von der Bevölkerung wahrgenommen und bewertet wird. Parallel zur wissenschaftlichen Analyse wurde ein moderierter Dialog mit der Öffentlichkeit im Internet durchgeführt. Insgesamt wurden von 229 Teilnehmern über 400 Beiträge veröffentlicht, die weiterhin auf der Seite nachgelesen werden können. Die Beiträge des Dialogs sind im Rahmen des Forschungsprojekts ausgewertet worden.

Lesen Sie die Kurzfassung zu den Ergebnissen des Forschungsprojekts und den ausführlichen Auswertungsbericht zum Online-Dialog.

Ergebnisse des Forschungsprojekts

Die Ergebnisse des Projekts "Wahrnehmung und Bewertung der Deutschen Einheit" reflektieren die Erfolge des Vereinigungsprozesses, aber auch weiter bestehende Ost-West-Differenzen, die in bestimmten Ausprägungen andere regionale Unterschiede in der Bundesrepublik Deutschland überlagern. Die Analyse der Wahrnehmungen und Bewertungen der deutschen Einheit wertete die Diskurse in den Sozialwissenschaften, in der Politik sowie in den Massenmedien aus und berücksichtigte die Einstellungen in der Bevölkerung, wie sie in Umfragen, im Spiegel der Meinungsforschung oder auch in Foren wie dem Online-Dialog zum Ausdruck kommen.

Neben den Prägungen der deutschen Einheit durch Wirtschafts-, Einkommens- und Arbeitsverhältnisse sind in diesem Projekt auch die kulturellen und mentalen Dimensionen des Vereinigungsprozesses beleuchtet worden. Zwar hat es seit 1990 deutliche Fortschritte bei der soziokulturellen Vereinigung gegeben, aber gleichzeitig haben sich auch Phänomene der Fremdheit und Ungleichheit zwischen Ost und West verfestigt. Diese Phänomene sind im Projekt mit Blick auf "kollektive Identitäten" und "Anerkennungsdesiderata" beschrieben worden. Es wird auf enttäuschte Erwartungen bezüglich der Geschwindigkeit und des Umfangs der Angleichung zwischen Ost und West verwiesen.

Zum aktuellen Bild der deutschen Einheit gehört jedoch auch, die unterschiedlichen Wahrnehmungsmuster der Generationen zu berücksichtigen. Für die um und nach 1989 Geborenen ist die deutsche Einheit selbstverständliche gesellschaftliche Realität und Rahmen ihrer individuellen Entwicklungschancen.

Zentrale Handlungsfelder für die Zukunft

In Auswertung der untersuchten Wahrnehmungs- und Einstellungsmuster wurden  gesellschaftspolitische Konzepte und Themen erläutert, die für die weitere Gestaltung der deutschen Einheit von besonderer Bedeutung sind. Zu den zentralen Themen für die weitere Gestaltung der deutschen Einheit gehören:

Deutsch-deutsche Identitäten auf der Basis gemeinsamer Werte und Ziele

Zu betonen sind bei diesem Thema zunächst die fundamentalen Gemeinsamkeiten der Deutschen in Ost und West in mentaler und kultureller Hinsicht sowie auf der Ebene der Werte und Einstellungen. Die übergreifenden Wertorientierungen (allgemeinen Lebensziele) differieren zwischen Ost und West trotz unterschiedlicher Traditionsbestände, Identifikationen und subjektiver Schichteinstufung kaum.

Ganz oben stehen in Ost und West ein glückliches Familienleben, finanzielle Sicherheit und Entfaltung der individuellen Fähigkeiten. Gleichermaßen geschätzt werden Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Sicherheit. Die Gemeinsamkeiten schließen - trotz bestimmter Differenzen - auch soziopolitische Orientierungen ein. Sowohl Marktwirtschaft wie Demokratie werden in beiden Landesteilen von einer deutlichen Mehrheit bejaht und unterstützt.

Bei der weiteren Gestaltung der Einheit sollte unsere Gesellschaft darauf zielen, das Entstehen und Wachsen von Identität(en) auf der Basis gemeinsamer Werte und Ziele voranzubringen. Dies ist ohne eine angemessene Berücksichtigung von Unterschieden kaum möglich.

Die wichtigsten kulturellen Unterschiede zwischen Ost und West betreffen die subjektive Schichteinstufung, die Kirchenbindung bzw. Konfessionszugehörigkeit, Rollen und gesellschaftliche Position der Frauen und die Intensität der Herausforderungen an die Menschen seit 1990, sich anzupassen und umzustellen.

Das Wachsen einer gemeinsamen deutschen Identität kann durch die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen auf der Grundlage gemeinsamer Zielvorstellungen und unter Anerkennung des Wertes der unterschiedlichen Erfahrungen und Potentiale in West und Ost gelingen.

Materielle Gerechtigkeit

Die Grundsätze sozialer Gerechtigkeit gehören in Ost- und in Westdeutschland zu den am meisten unterstützten Grundwerten. Dabei ist von Bedeutung, dass sich Ost- und inzwischen auch Westdeutsche mehrheitlich in ihren Leistungen nicht hinreichend gewürdigt fühlen. Dieses Fühlen ist insbesondere in Ostdeutschland verfestigt, weil mangelnde symbolische Anerkennung der Ostdeutschen und ihrer Leistungen in der Geschichte des Landes (auch unter den Bedingungen der Diktatur) mit einer als unzureichend empfundenen materiellen Anerkennung aktueller Leistungen (Niveaus von Löhnen und Gehältern, Transfereinkommen im Ost-West-Vergleich) einhergehen und sich wechselseitig verstärken.

Unsere Gesellschaft muss die Frage beantworten, mit welchen staatlichen und außerstaatlichen Mitteln vor diesem Hintergrund die soziale Einheit Deutschlands befördert werden kann.

Freiheit und aktive Demokratie

Mit Blick auf die weitere Gestaltung der freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft in Deutschland ist zunächst zu konstatieren, dass es bei einer hohen prinzipiellen Zustimmung zur Demokratie in Ost und West eine relativ hohe Unzufriedenheit mit dem politischen System gibt.

Ansatzpunkte zur produktiven Aufnahme dieser Unzufriedenheit bieten die gewachsenen Ansprüche der Bürger an Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie.

Auch bei der weiteren Gestaltung der deutschen Einheit spielen Zivilcourage und Engagement der Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle.

 

Der Online-Dialog

Resonanz

Der Online-Dialog erhöhte die Aufmerksamkeit auf das Forschungsprojekt und erreichte eine breite Resonanz bei den Teilnehmern. Die mediale Resonanz war erstaunlich: zahlreiche Beiträge in Zeitungen und Online-Portalen sowie Interviews im Radio und TV griffen den Online-Dialog auf. Berichtet wurde in der Süddeutschen Zeitung, im Tagesspiegel und der Berliner Zeitung, im RBB Kulturradio sowie Berlin TV, ZDF heute und dem Nachrichtensender France24. Auch nach dem Ende des Online-Dialoges kommen Nachfragen zur möglichen Verwendung von Zitaten der Teilnehmer für Ausstellungen, Berichte über das Projekt etc.

Das zentrale Element des Online-Dialoges

Die Online-Plattform wurde von über 7.000 Personen besucht, die sich informierten oder Beiträge der anderen Teilnehmer lasen. Die Beantwortung von drei Fragen zum Gestern, Heute und Morgen der Deutschen Einheit bildete das zentrale Element des Online-Dialoges:

  • Gestern: Was verbinden Sie mit dem 9. November 1989 – dem Tag der Maueröffnung?

  • Heute: Wie erleben Sie momentan die deutsche Einheit? Wo befinden wir uns jetzt?

  • Morgen: Wann ist die deutsche Einheit vollendet? Was ist noch zu tun?

Die Teilnehmer/innen

Die offenen Fragestellungen ermöglichten den Teilnehmern, eine große Bandbreite an Themen zu artikulieren. Jede interessierte Person konnte sich beteiligen und Antworten sowie Bilder einstellen. Voraussetzung war eine Registrierung mit Benutzernamen und Mailadresse. Insgesamt meldeten sich 229 Teilnehmer an, die zusammen 402 Beiträge verfassten. Das Alter der angemeldeten Teilnehmer reichte vom Jahrgang 1929 bis 1990, und umfasste somit verschiedene Generationen. Die Verteilung der Teilnehmer zwischen Ost und West war relativ ausgeglichen. Einen räumlichen Schwerpunkt bildete, wie im Vorfeld erwartet die Ballungsräume wie Berlin, Frankfurt, Leipzig oder das Ruhrgebiet. Männer stellten mit fast zwei Drittel der Teilnehmer die eindeutige Mehrheit im Dialog.

Ergebnisse des Online-Dialoges

Die Wiedervereinigung wird von den Teilnehmern ganz überwiegend positiv bewertet. Die Vorteile der Wiedervereinigung sehen die meisten Teilnehmer in einem Mehr an individuellen Möglichkeiten und Freiheiten sowie dem Ende von familiären Trennungen.

Ein eindeutig dominierendes Thema bei der Auseinandersetzung der Teilnehmer mit dem gegenwärtigen Stand der deutschen Einheit ist die Frage der ungleichen Identitäten. Diese Differenz wird, zumal von den älteren Teilnehmern, immer wieder herausgestellt. Auch wenn die Einschätzung von Gründen hierfür und die damit im Zusammenhang gesehenen Probleme stark variieren. Auch wenn eine vollständige Überbrückung der Divergenz zwischen den Vorwende-Generationen vielen Teilnehmern nicht möglich erscheint, so sind Viele darin einig, dass sich diese Divergenzen letztlich erst mit den folgenden Nachwende-Generationen endgültig lösen werden. Die Rolle der Politik und insbesondere der Medien bei der Vermittlung der gewachsenen Identitäten wird dabei fast durchweg negativ wahrgenommen. Die vielfach klischeehafte Berichterstattung, sowie das starre Festhalten an Ost-West-Schemata stehen dabei im Mittelpunkt der Kritik.

Im Kontrast hierzu wird das Zusammenwachsen im eigenen privaten und beruflichen Umfeld überwiegend als gelungen wahrgenommen. Die Frage der Identitäten ist zudem für viele Teilnehmer weit weniger politisch konnotiert, denn vielmehr Ausfluss von Erfahrungs- und Austauschprozessen. Soweit Handlungserwartungen an die politischen Akteure in diesem Feld formuliert wurden, bezogen sie sich auf Austausch- und Partnerprogramme zwischen den verschiedenen Regionen in Deutschland im Rahmen von Bildungs-, Jugend- und Kommunalpolitik sowie die Bereitstellung entsprechender Dialog-Räume, um ins Gespräch und den Austausch zu kommen.

Die ökonomische Ungleichheit bildet einen weiteren erkennbaren Themenblock. Deutlich wird in vielen Beiträgen hierzu, dass die Frage der ungleichen Löhne, Sozialbezügen und Renten weniger als eine ökonomische Benachteiligung denn als eine fehlende kollektive Anerkennung wahrgenommen wird. Unter diesem Aspekt betrachtet, wird die Frage nach der Anerkennung der eigenen Identität von vielen Teilnehmern hier unter anderem Gewand verhandelt. Eine Begründung könnte darin liegen, dass die Beseitigung der Ungleichgewichte in diesem Bereich für viele Teilnehmer eine klar benennbare politische Handlungsanweisung darstellt, die per Gesetz durchsetzbar wäre.

Download Kurzfassung der Projektergebnisse

Lesen Sie die Kurzfassung zu den Ergebnissen des Forschungsprojekts.

Download Auswertungsbericht des Online-Dialoges

Lesen Sie den ausführlichen Auswertungsbericht zum Online-Dialog.

 

 

 

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Dialog im Internet

Kontaktkategorien: 

Hallo die Damen, vielen Dank für die Möglichkeit der Onlineteilnahme am Dialog zur deutschen Einheit. Ich bin durch Zufall auf die von Ihnen betreute Internetseite gestossen (eigentlich wollte ich nur wissen, ob man im "Kanzlergarten" auch spazieren gehen kann - weiss es aber bis heute nicht) und habe auch gleich meine Kommentare dazu abgegeben. Die Kommentare der anderen Teilnehmer zu lesen war sehr interessant, zumal die Meinungen und Empfindungen eine sehr große Bandbreite annehmen. Für mich als in Berlin/West geborene, in Niedersachsen aufgewachsene und als Thirtysomething nach MV gezogene, war es besonders interessant zu sehen, wie die ganze Sache von in der DDR geborenen und jetzt im Westen lebenden Leuten gesehen wird. Ich bin auch jetzt oftmals mit Einheimischen meines Alters, die in der DDR aufgewachsen sind, im Gespräch über die Zeit vor dem Mauerfall und dabei stellt sich immer wieder heraus, dass wir manchmal ganz schön aneinander vorbei reden. Meine Gesprächspartner und ich sehen dass eigentlich immer ganz belustigt, denn es wird nichts gegeneinander aufgerechnet, sondern nur die Unterschiede aufgezeigt ohne sie zu bewerten. (Wobei die Frisuren in den 80ern beiderseits der Grenze unbewertbar waren ;) ) Solch' neutrale Beschreibung ist relativ selten, da persönliche Erfahrungen eine große Rolle spielen und es im öffentlichen Raum üblich ist, sich über eine DDR/BRD-Meinung zu profilieren. Alles in allem finde ich die Online-Platform eine sehr gute Sache, es wäre schön, wenn sich dieser Dialog in irgendeiner Form fortsetzen ließe. Ich wäre wieder dabei!

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Lob

Kontaktkategorien: 

Ich finde die Form der Online-Befragungen / Dialoge grundsätzlich gut. Aufmerksam darauf bin ich über die Presse geworden und hoffe, dass es weiterhin zu solchen Projekten Pressemitteilungen gibt. Ich bin hauptsächlich Tageszeitungleser. Ulrike Eisenblätter

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12.02.2009

Kontaktkategorien: 

Werte Frau Riedel, werte Frau Thiele,

an der Umfrage bzw Meinungsäußerung zu "unsere deutsche Einheit" habe ich sehr gern teilgenommen. Ich hoffe nur, daß die Gedanken und Meinungen bei den Politikern nicht nur "in den Paperkorb wandern". Ein "...Preuße .." hat einmal geäußert, dass man mehr "dem Volk auf's Maul schauen soll" -gar kein schlechter Gedanke, nicht ?

Noch ein Gedanke zum Datenschutz in Bezug auf die Wahlen: Wovor haben die Damen und Herren Abgeordneten eigentlich Angst, wenn sie kein schlechtes oder überhaupt ein Gewissen haben? Also Gesetze mit strengen Maßregelungen bei Korruption, Offenlegung sonstiger Bezüge in Aufsichtsräten, persönliche Haftbarkeit bei Spekulationen bis ins Privatvermögen hinein ( z, Bankdirektoren und die Aufsichtsräte der Konzerne,etc.)....

Ansonsten mache ich weiter gern mit, kann aber wegen meiner kleinen Rente leider nicht Sponsor sein. Liebe Grüße Ihre Frau Marion Hempel

Bild von Gast

Bürgeranfragen, - beteiligungen ausbauen

Kontaktkategorien: 

Verehrte Befragerinnen, Frau Riedel und Frau Thiele, die Möglichkeit Ansichten der Regierten ( und Wähler) mit den modernen Mitteln der Kommunikation unmittelbar zu erfahren und öffentlich zu machen, scheint mir ein geradezu unverzichtbares Instrument heutiger Demokratie zu sein. Schlimm wäre es, wenn sich solche Ansätze als reine populistische Aktionismen in Wahljahren herausstellen würden. Vielmehr sollte so etwas zu einem Rechtsanspruch in Ergänzung der "veröffentlichten Meinungen" werden, wie er bisher nur über die durch Pressefreiheit privilegierten Meinungsmacher ohne besonderes Mandat zu Worte kommen. Also : Dafür Verfassungsrang anstreben. Lutz Rackow

Bild von Moderation Riedel

Online-Phase beendet und die Auswertung der 412 Beiträge beginnt

Newsletter: 

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

seit gestern ist die aktive Online-Phase auf www.unsere-deutsche-einheit.de beendet. Wir danken Ihnen für Ihre interessanten und persönlichen Worte, Geschichten und Einschätzungen zur Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit.

Die 412 Beiträge beinhalten jede Menge vielseitigen „Stoff“, den wir nun im Rahmen des Forschungsprojektes auswerten können. Weiterhin können Sie alle Beiträge lesen und sich auf dieser Seite über die Zusammenfassung und die Ergebnisse informieren.

Über das Kontaktformular können Sie uns noch mitteilen: Wie finden Sie die grundsätzliche Idee der Online-Beteiligung? Was können wir besser machen? Was finden Sie besonders gut?
www.unsere-deutsche-einheit.de/node/add/kontaktformular

Vielen Dank und freundliche Grüße,

Daniela Riedel und Franziska Thiele
(Online-Moderation)

---
Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit
www.unsere-deutsche-einheit.de

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Online-Phase beendet und die Auswertung der 412 Beiträge beginnt

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

seit gestern ist die aktive Online-Phase auf www.unsere-deutsche-einheit.de beendet. Wir danken Ihnen für Ihre interessanten und persönlichen Worte, Geschichten und Einschätzungen zur Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit.

Die 412 Beiträge beinhalten jede Menge vielseitigen „Stoff“, den wir nun im Rahmen des Forschungsprojektes auswerten können. Weiterhin können Sie alle Beiträge lesen und sich auf dieser Seite über die Zusammenfassung und die Ergebnisse informieren.

Über das Kontaktformular können Sie uns noch mitteilen: Wie finden Sie die grundsätzliche Idee der Online-Beteiligung? Was können wir besser machen? Was finden Sie besonders gut? Haben Sie noch Anregungen?
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Daniela Riedel und Franziska Thiele
(Online-Moderation)

---
Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit
www.unsere-deutsche-einheit.de

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Online-Phase beendet und die Auswertung der 412 Beiträge beginnt

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

 

seit dem 10. Februar 2009 ist die aktive Online-Phase auf www.unsere-deutsche-einheit.de beendet. Wir danken Ihnen für Ihre interessanten und persönlichen Worte, Geschichten und Einschätzungen zur Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit.

 

Die 412 Beiträge beinhalten jede Menge vielseitigen „Stoff“, den wir nun im Rahmen des Forschungsprojektes auswerten können. Weiterhin können Sie alle Beiträge lesen und sich auf dieser Seite über die Zusammenfassung und die Ergebnisse informieren.

 

Über das Kontaktformular können Sie uns noch mitteilen: Wie finden Sie die grundsätzliche Idee der Online-Beteiligung? Was können wir besser machen? Was finden Sie besonders gut?
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Daniela Riedel und Franziska Thiele
(Online-Moderation)

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Wann ist für wossi die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?

Um die deutsche Einheit erfolgreich zu vollenden, sehe ich vor allem zwei wesentliche Punkte, die noch umzusetzen sind. Zum einen müssen in den Regionen der neuen Bundesländer, die mit der Wende einen großen Teil ihrer Wirtschaftskraft einbüßten und heute strukturschwach sind, entwickelt werden. Hier wirkt der Fehler, des zu schnellen Übergangs zur D-Mark bis heute nach und führt zu hoher Arbeitslosigkeit mit allen
ihren negativen Folgen.
Zum anderen muss die DDR-Vergangenheit lückenlos aufgeklärt werden. Dazu gehört auch die Bestrafung der politisch Verantwortlichen. Hier hat das bundesdeutsche Rechtssystem aus meiner Sicht auf ganzer Linie versagt. Es ist zwar juristisch einwandfrei, die Verantwortlichen des Unterdrückungsregimes nur nach den DDR-Gesetzen zu richten, wird aber der Aufarbeitung einer Diktatur nicht gerecht! (da die hier Herrschenden sich ja nach Belieben Gesetze schaffen können.) Hier muss ein übergeordnetes Recht, in Form der Grundwerte einer freiheitlich demokratischen Grundordnung als Maßstab zur Anwendung kommen und zwar nicht nur bei den Schüssen an der innerdeutschen Grenze, sondern auch bei der Verletzung von Persönlichkeitsrechten (Post- und Telefongeheimnis, Meinungsfreiheit, Wahlbetrug, Inhaftierung aus politischen Gründen....)

Wenn es eine Lehre aus der Teilung Deutschlands gibt, sehe ich sie darin rechts- wie linksextremistische Parteien zu verbieten.

Bild von wossi

Wie erlebt wossi momentan die deutsche Einheit?

Lange Zeit war die Wahrnehmung der deutschen Einheit von einer Neiddebatte geprägt. "Der Osten" fühlte sich benachteiligt, obwohl es sehr vielen besser, als vor der Wende ging und die Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten ungleich größer waren, wenn man sie denn wahrnahm. "Der Westen" fühlte sich ausgeplündert, obwohl die Transfermilliarden nichts anderes waren als ein riesiges Konjunkturpaket für die westdeutsche Wirtschaft. Heute dominieren andere Themen wie z.B. die Finanzkrise die Diskussion, woran sich schon zeigt, dass die Teilung an vielen Stellen bereits überwunden ist.

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Was verbindet wossi mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Die Erinnerung an eine Mischung aus ungläubigem Staunen und Zweifeln, ob es sich nicht nur um eine Falschmeldung handelte, möglicherweise um regimekritische Bürger aus der Reserve zu locken (ich war zu diesem Zeitpunkt als Reservist zur NVA eingezogen). Schade daran, dass der 9. November bei solchen Diskussionen so stark im Mittelpunkt steht, finde ich, dass er zu sehr auf eine administrative Panne des SED-Regimes fokussiert und den Blick ein wenig weg führt von den Initiatoren des friedlichen Wandels, den vielen kleinen
Protesten und Verweigerungen gegen das Unterdrückungsregime im Einzelnen, in kleinen Kreisen, später in vernetzten Menschenrechtsgruppen, in den Kirchen und natürlich auf den Demonstrationen in Leipzig und in anderen Städten der DDR. Wenn ich mir ansehe, wie die Nachfolgeorganisation von SED und Stasi-Schergen sich heute als demokratische Partei ausgibt und schon wieder in diversen Bundesländern regiert, wird mir speiübel. Eine Organisation, die an der innerdeutschen Grenze und in den Zellen der Staatssicherheit für hunderte Morde und Selbstmorde verantwortlich ist, hat aus meiner Sicht auf dem Wahlzettel einer Demokratie nichts verloren, Umbenennung hin oder her. (Das gilt selbstverständlich auch für Extremisten am anderen Ende des politischen Spektrums.)

Leider hat die Rechtspraxis "Schwamm drüber und nach vorn schauen" in der Bundesrepublik eine lange Tradition. Während die inhaltliche Aufarbeitung des Nationalsozialismus, initiiert durch die westlichen Alliierten, eine demokratische Grundhaltung in weiten Teilen der Bevölkerung herausbildete und die Grundlagen einer wirklich demokratischen Gesellschaft schuf, wurde die Abrechnung mit den Schuldigen schon damals „vernachlässigt“. So wurden viele - von den Alliierten im Rahmen der Entnazifizierung aus den Ämtern entfernten aktiven Nazis - durch die Lockerung der Entnazifizierungsbestimmungen in den fünfziger Jahren wieder zurückgeholt. Dass sich derartige „Nachlässigkeiten“ im Umgang mit den Verantwortlichen der beiden totalitären deutschen Regime des 20. Jahrhunderts negativ auf die Moral auswirken, liegt meiner Ansicht nach auf der Hand. Was soll den verantwortlichen Bankern, die mit Gier und wider besseres Wissen ein ganzes Finanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs gebracht haben, passieren, wenn nicht mal die Verantwortlichen und Unterstützer totalitärer Regime konsequent zur Rechenschaft gezogen wurden.

Bild von Theresa

Was verbindet Theresa mit dem 9. November 1989 - dem Tag der Maueröffnung?

Als damals Achtjährige, die am Abend des 9.11.1989 schon ins Bett gebracht worden war, hörte ich wie meine Eltern im Wohnzimmer beim Fernsehen sehr laut und aufgeregt redeten, zu schreien anfingen. Verdutzt und neugierig - so etwas kam sonst nicht vor - schlich ich zu ihnen ins Wohnzimmer. Dort gaben sie mir eine Decke, zeigten auf den Fernseher, auf dem gerade die Bilder von der Grenzöffnung liefen, und meinten "Bleib hier und guck Dir das an, hier passiert gerade Geschichte!". Ich weiß nicht mehr, wie lange ich an diesem Abend mit ihnen da saß und fern sah, aber ich kann mich erinnern wie euphorisch und gerührt meine Eltern waren und dass die feierliche Stimmung auch auf mich - die im Schlafanzug und in die Decke eingewickelt mit dabei saß - übersprang.

Bild von Barbarossa

Wann ist für Barbarossa die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?

Über diese Frage habe ich lange nachgedacht.
Es wurde und wird ja viel davon geredet, daß die innere Einheit Deutschlands erst noch vollendet werden muß. Aber wie drückt sich diese "innere Einheit" aus? Woran erkennt man sie?

- gleiche Löhne? Es gibt auch in den "alten Bundesländern" keinen einheitlichen Lohn-Tarif.

- die hohe Arbeitslosigkeit? Sicher, aber es gibt auch in den alten Bundesländern Gegnen mit hoher Arbeitlosigkeit, wenn auch nicht so flächendeckend, wie in den "neuen" Bundesländern.

Ich habe diese Fragen auch in meinem noch sehr jungen, aber doch recht anspruchsvollen Politik-Forum ( http://www.politik-diskurs.bplaced.net/projekt-zur-deutschen-einheit-t22... ), in dem ich Moderator bin, gestellt und bin letztlich zu dem Schluß gekommen, daß die innere Spaltung Deutschlands inzwischen eigentlich nur noch eine Sache des Denkens der Bürger in Ost- und Westdeutschlands ist und somit von deren innerer Einstellung eines Jeden abhängt.

Wer nie aufhört, in Ost/West-Kategorien zu denken, bei dem wird auch die innere Einheit Deutschlands nie ankommen.

Bild von w.Haars

Wann ist für w.Haars die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?

1. Nur die brutalste Gerechtigkeit in Sachen Vereinigungskriminalität kann uns retten. Die deutsche Einheit ist erst vollendet, wenn die Ungerechtigkeit, die die CDU/CSU/FDP Regierung im Jahr 1990 den Opfern der Konfiskationen 45/49 angetan hat, beseitigt wird.
2. Im Dezember 2008 erhielt ich das Antwortchreiben eines Neubrandenburgers auf einen Brief von mir, in dem ich die Gründe für die geringere Rentenhöhe im Osten gegenüber dem Westen verteidigte und dies mit der sehr viel schlechteren Produktivität begründete. Der letzte Absatz lautet: " Sie sollten lieber Ihre Hasspredigten gegenüber den Verbrechen, Untaten und sozialen Ungerechtigkeiten in der BRD und in der kapitalistischen Welt (siehe besonders jetzige Finanzkrise) widmen. Da sind Sie besser aufgehoben...
Noch nie in meinem Leben wurde mir soviel ..... entgegengebracht. Da kommt keine Euphorie auf.

Bild von Nachfrager

Wie erlebt Nachfrager momentan die deutsche Einheit?

Dass uns die deutsche Einheit Opfer kostet, habe ich gern in Kauf genommen. Solidarität ist eine Grundsatzfrage jeder funktionierenden Gesellschaft. Neben der oft diskutierten und zumindest teilweise beantworteten Frage nach Schuld und Verantwortung in der DDR vermisse ich aber die öffentliche Diskussion und die Antworten auf die Frage, wer sich an der Einheit bereichert hat. Ich frage deshalb: Haben damals wirklich nur die Einwohner der ehemaligen DDR berechtigterweise von der großzügigen Umtauschregelung von Ostmark in DM profitiert oder ging, wie immer noch vermutet wird, ein großer Teil unserer Steuergelder in die Taschen cleverer Wessis? In den Zeiten aktueller Rezession und knapper öffentlicher Kassen sollte auch dieser Aspekt der deutschen Einheit in aller Offenheit geklärt werden. Die Steuerbürger haben Anspruch darauf!

Bild von mars

Wann ist für mars die deutsche Einheit erfolgreich vollendet?

Wir haben dann eine Einheit, wenn wir die bestehenden Probleme, v.a. in Ostdeutschland, gemeinsam angehen und nicht mit Schuldzuweisungen blockieren.

Bild von mars

Wie erlebt mars momentan die deutsche Einheit?

Wir sind dabei die Phase der Ossi-Wessi-Stigmatisierung zu überwinden und müssen uns den wesentlichen strukturellen Unterschieden, v.a. dem Wegzug aus vielen ostdeutschen Regionen, zuwenden.

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